Schweizer Fahne

Sie flattert in den Gärten, im Bundeshaus und hat in den vergangenen Wochen viele Autos verschönert. Aber fast niemand weiß, wie die Schweizer Flagge geboren wurde. Das ist nämlich im Krieg passiert. Vor ca. 30 Jahren entschied das Bundesparlament über die Form der Schweizer Flagge.

Wie ist die Schweizer Flagge entstanden?

1339 die Schlacht bei Laupen. Freiburg und Bern trafen auf dem Schlachtfeld aufeinander. Freiburg war mit Basel, Gruyère und auch Lausanne verbündet, während die Schweizer mit den Bernern auf einer Augenhöhe standen (Schweizer, Ulna, Solothurn, Unterwaldner). Es war ein einziges Chaos. Jeder kämpfte unter seinem eigenen Banner, aber es ist schwer zu sagen, wer für eine Weile zu welcher Seite gehört. Deshalb errichteten die Berner und ihre Verbündeten ein Zeichen. Jeder von ihnen nähte mit zwei Stoffstücken ein weißes Kreuz auf seine Kleidung. Auf der Flagge war zusätzlich ein weißes Kreuz auf rotem Grund aufgedruckt, so entstand die schweizer Fahne.

Die Berner haben dieses Symbol jedoch nicht erfunden. Ein weißes Kreuz auf rotem Grund ist bereits ein Symbol für das Herzogtum Savoyen, Wien, die Malteserritter, das Königreich Dänemark, sowie eines der Symbole des Heiligen Römischen Reiches. Doch das Schweizerkreuz brachte den Bernern Glück. Sie gewannen nämlich die Schlacht und traten 14 Jahre später der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei.

Die Söldner für den Kanton

Im Gange der Zeit wurde die Schweizerische Eidgenossenschaft immer größer, sie waren bekannt für ihre Söldner. Sie kämpften in fremden Kriegen um Geld, meist unter dem Banner ihres eigenen Staates. Aber wenn sich die Urner zum Beispiel mit den Luzernern im Krieg befanden, trugen sie auch ein Schweizerkreuz bei sich. Weitab vom Schlachtfeld wurde dieses Symbol zu dieser Zeit jedoch kaum verwendet.

Aber manchmal lief es auch anders als eigentlich geplant. Als Napoleons Armee 1798 in die Schweiz einmarschierte, gründeten die Franzosen die erste Zentralregierung, erfanden den Schweizer Franken und stellten die erste offizielle Flagge des Landes heraus. Grün, Rot und Gelb. Als sich die Franzosen fünf Jahre später jedoch zurückzogen, verschwand diese Flagge wieder.

Identifikation durch das Schweizerkreuz

Der moderne Bundesstaat wurde 1848 gegründet und brauchte starke Symbole. Die Rutley-Legende, Wilhelm Tell und natürlich die Nationalflagge. Erst jetzt haben die Menschen begonnen, sich mit dem Schweizerkreuz zu identifizieren. Sie tritt immer häufiger auf, vor allem beim Militär, aber auch in Schieß-, Gesangs-, Turn- und Trachtenvereinen. Die Kreuze sind allerdings immer noch sehr unterschiedlich. Erst 1889 definierte das Gesetz, wie es aussehen sollte, die Arme betrugen ein Sechstel der Breite. Die Form des Logos ist jedoch nicht festgelegt. 1941 verlangte dann ein Gesetz, dass Schweizer Hochseeschiffe eine rechteckige Flagge führen mussten.

Auf Schweizer Seen verkehren jedoch keine Hochseeschiffe, und die quadratische Form ist nach wie vor sehr beliebt. Deshalb wurde es schlussendlich im Gesetz selbst verankert. Die Schweizer Flagge ist seit 2017 offiziell ein Quadrat.